Schwarzwildring Hagenschieß-Biet: Zusammenfassung zum Jagdjahr 2025/26

Liebe Schwarzwildring-Mitglieder,

 

am 30.09.2026 trafen sich die Pächter und Jäger der 38 beteiligten Schwarzwildringreviere zur Jahresbesprechung im Schützenhaus in Pforzheim.

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Hier findet Ihr ein kurzes Handout zur Sitzung. Die gesamten Präsentations-Charts sind in der Anlage zu finden.

Kurzes Protokoll zur Sitzung:   

  1. Vorstellung der Streckenliste und Wildschäden für das Jagdjahr 2025/2026:
    1. 391 Sauen= 4.9 Sauen /100 ha Wald (im Vergleich zum Vorjahr: -5%)
  2. Streckenanalyse: Altersstruktur und Entwicklung in den letzten 46 Jahren:
    1. Der Frischlings-Anteil ist wieder auf 54% angestiegen. Das ist positiv.
    2. Die Rottenstruktur bleibt fragwürdig.
  3. Bestandsschätzung der aktuellen Population und Wildschäden
    1. Der Bestand wurde von allen Anwesenden als „angestiegen“ beurteilt.
    2. Der Wildschaden war in Summe auf die Gesamtfläche bezogen gering.
    3. Aber wenige Reviere berichten von beachtlichen Schäden im Mais und auf den Wiesen.
  4. Die Afrikanische Schweinepest
    1. Deutschland rangiert auf Platz 4 in Europa. 718 Ausbrüche/Fälle in 2026.
    2. Unser Fokus liegt auf dem Dreiländereck „Baden-Württemberg /Hessen/Rheinland-Pfalz“ mit 45 neuen Fällen in 2026.
    3. Ein starkes Krisenmanagement in Baden-Württemberg führt zu gesunkenen Zahlen im 2026
  5. Unser Fazit für die Bejagung in 2026:
    1. Unser Schwarzwildbestand ist angestiegen
    2. Regional ist der Bestand sehr hoch – teilweise mit großen Rotten.
    3. Unsere Abschusszahlen sind unter die Zahl von 400 gesunken. 
    4. Die zu erwartende Buchen-/Eichel-Mast wird die Kirrjagd behindern.
    5. Die ASP zwingt uns, die Bestände zu reduzieren. 

Die Beteiligten waren sich einig:

Wir benötigen eine verstärkte und effiziente Bejagung!

Mehr revierübergreifende Drückjagden oder sonstige Drückjagden sind notwendig.

Weitere Jagdmöglichkeiten wie „Pirschen bei Nacht“, Klettersitze, etc. wurden diskutiert.

„Bestandsreduktion – mit Verantwortung und Augenmaß“: Lasst uns verstärkt jagen – mit Sinn und Verstand; d. h.: klein vor groß – die Rottenstruktur beachten.

Für 2027 sollte wieder eine große revierübergreifende Hagenschießjagd angestrebt werden. Wir wollen im kommenden Frühjahr Planungsvorschläge erarbeiten und mit allen beteiligten Revieren abstimmen. Der Kontakt mit ForstBW in Calw wurde bereits eröffnet. Aktuell gibt es für 2026 noch keine neue Verordnung für eine  Kostenübernahme für verkehrsrechtliche Anordnungen bei revierübergreifenden Drückjagden.

Wir wünschen Euch viel Waidmannsheil im laufenden Jagdjahr

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

Andreas Birkenmeier / Dieter Krail