Schwarzwildring Hagenschieß-Biet – Jahresversammlung 2019

Erstellt am 10.10.2019

Schwarzwildring Hagenschieß-Biet – Jahresversammlung 2019:

Am 09. 10. 2019 trafen sich die Pächter und Jäger der ca. 40 beteiligten Schwarzwildringreviere zur Jahresbesprechung im Schützenhaus in Pforzheim.

Der Vorsitzende KJM Dieter Krail konnte auch in diesem Jahr eine große Anzahl von Jägern begrüßen.

27 Reviere waren an diesem Abend direkt vertreten. Alle Reviere hatten vorab die Abschuss- und Wildschadens-Zahlen gemeldet und so konnte man wieder eine vollständige Abschussliste zum abgelaufenen Jagd-Jahr 18/19 als Basis zur Diskussion nehmen.

 

Das Streckenergebnis im Jagdjahr 2018/2019 zeigt 351 Sauen und liegt damit deutlich unter der Vorjahresstrecke von 675.

Details zum Jagdjahr 2018/19:

Schwarzwildring: 42 Reviere, 12.337 ha Fläche (6.926 ha Wald und 5.411 ha Feld)

Schwarzwildstrecke: 351 Sauen (im Vergleich zum Vorjahr: minus 48 %) = 5 Sauen je 100 ha Wald;

Unfall & Fallwild : 19 Sauen = 5,4 %;

Wildschäden: 3.950 Euro = 0,72 Euro/ha Feld bei 28 km Elektrozäune zur Wildschadensabwehr (VJ: 44 km)

Drückjagdanteil: 116 Sauen = 33 %

Die regionale Streckenverteilung zeigt im Hagenschieß 188 (VJ 383) und im Biet 163 (VJ 292) Sauen.

Die Zahlen des aktuellen Jagdjahres und der Vergleich zu den Streckenergebnissen der letzten 39 Jahre wurden von Andreas Birkenmeier graphisch dargestellt und analysiert. Die 39 jährige Statistik zeigte trotz hoher Schwankungen in der Vergangenheit einen klaren Aufwärtstrend, der sich in den letzten Jahren abschwächt. Das heißt, der Bestand im Schwarzwildring stieg in den letzten Jahren moderat an und zeigt nicht den bundesweiten steil ansteigenden Kurvenverlauf.

Zur Sauen Struktur konnte zum Jagdjahr 2018/19 folgendes gezeigt werden: 3,7% Keiler, 5,7% Bachen, 14,8% Ü-Keiler, 17,1% Ü-Bachen und 58,7% Frischlinge. Mit unserer deutlich abfallenden Frischlings- Quote liegen wir unter der Zielsetzung „80% Frischlinge“, das heißt, den Zuwachs abzuschöpfen!

Die gemeldeten Wildschadenszahlen von ca. 3.960 Euro sind relativ gering, was man teilweise auf massive Schadensverhinderungsmaßnahmen mit Elektrozäunen und unsere guten Kontakte zu den örtlichen Bauern zurückführen muss.

 

Die Diskussion mit den Pächtern zum aktuellen Bestand zeigte:

· Der Bestand ist sehr unterschiedlich; in manchen Bereichen ist nach wie vor ein starker Bestand vorhanden, in manchen Gebieten, und dazu gehören auch die Regiejagden im Hagenschieß, ist der Bestand gesunken.

Die Mehrzahl der Reviere spüren seit dem Frühjahr einen ansteigenden Bestand.

· Das angelaufene Jagdjahr zeigt positiv gestiegene Abschusszahlen.

 

Zum Thema „Afrikanische Schweinepest“ wurden die Zahlen des Friedrich-Löffler-Institutes gezeigt und auf die Vorgaben des LJV verwiesen. Die neuen 2019-Zahlen in Rumänien, Polen, Ungarn und der Stand in Belgien zeigen deutlich, dass die Afrikanischen Schweinepest nach wie vor eine akute Bedrohung darstellt.

 

 

Zum Thema „Effektive Schwarzwildbejagung“ wurden die Stichworte der Wildforschungsstelle Baden-Württemberg diskutiert: frühe Geschlechtsreife / Bejagungsstrategien / Einflüsse des Klimawandels / Hundeeinsatz

 

Als Schlussfolgerung zur aktuellen Situation nannte Dieter Krail folgende Bejagungs-Empfehlungen und Ziele:

· Die Bejagung muss mit hohem Engagement fortgesetzt werden, der Bestand muss kontrolliert reduziert werden.

· Ein hoher Frischlings-Abschuss (mit bis zu 80%) ermöglicht eine sinnvolle Bestandsreduzierung.

· Die Kirrjagd ist unverzichtbar.

· Eine echte Bestandsreduzierung geht über revierübergreifende Drückjagden.

· Ein realistisches Ziel fürs laufende Jagdjahr ist eine Abschusszahl von über 1.000 Sauen.

 

Sonstige Punkte:

Wildbret Preise: Der LJV puscht derzeit durch verschiedene Öffentlichkeitsmaßnahmen den Absatz von Wildfleisch.

Wir sollten alle gemeinsam versuchen, die Wildbret-Preise für Frischlinge bei 5 Euro zu halten.

 

Nachsuchen: Andreas Birkenmeier hat nochmals auf die Bereitschaft und Verfügbarkeit der jetzt 5 anerkannten Nachsuchen-Gespanne hingewiesen. Die Verpflichtung zur Nachsuche ist im JWMG festgeschrieben.

 

Wir wünschen allen Jägern im Schwarzwildring „viel Waidmannsheil“ im laufenden Jagdjahr.

 

November 2019

Dieter Krail / Andreas Birkenmeier

Erstellt am 02.11.2019
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