Hubertusmesse 2019 im Kloster Maulbronn

Erstellt am 09.11.2019

Hubertusmesse 2019

 

2019 fand die Hubertusmesse wieder einmal am und im Kloster Maulbronn statt. Bis 16:30 Uhr wurde im Klosterhof die sogenannte "Strecke" gelegt, also erlegtes Wild wurde waidgerecht und traditionell zum "Verblasen" auf grünem, meist Nadelholz, Untergrund platziert.

Kreisjägermeister Dieter Krail hielt, nachdem die Jagdhornbläser den Abend eröffnet hatten, eine Rede zur Jagd in heimischen Gefilden. Nach der Begrüßung aller Gäste und Jäger, ging er zunächst auf den historischen und traditionellen Hintergrund der "Hubertus Legende" ein. Danach war es ihm wichtig zu betonen, dass Wildbret aus heimischen Wäldern erstklassig ist und man dieses auch außerhalb der kalten Jahreszeit gut genießen kann.

Im weiteren Verlauf erklärte Krail die heimischen Wildarten anhand der Strecke. Er ging z.B. auf das heimische Wildschwein ein, welches durch höhere Population und Wildschäden auf sich aufmerksam macht. Die Abschusszahlen sind stark zurück gegangen, jedoch scheint die Population zuzunehmen. Die Afrikanische Schweinepest wurde ebenfalls erwähnt, denn in einigen Osteuropäischen Ländern kommt sie seit einiger Zeit vor und die Gefahr, dass sie nach Deutschland kommt, ist noch nicht gebannt.

Im weiteren Verlauf wurde noch auf Reh, Hase, Fuschs, Marder, Dachs und Federwild eingegangen.

Nach jedem Teil wurde durch die Jagdhornbläser die "Strecke verblasen", also das Signal für z.B. "Sau tot" gegeben.

Hierbei ging Krail auch immer wieder auf Traditionen in der Jagd ein wie z.B. eine Strecke gelegt werden muss, wo die Schützen stehen, aber auch welche Arten von Jagden es gibt wie z.B. Ansitz- oder Gesellschaftsjagden.

Danach lud Krail die Anwesenden zur Hubertusmesse im Kloster ein, wo Pfarrerin von Wagner die Messe hielt.

Gegen 17:00 Uhr begann im Kloster die Messe durch Pfarrerin von Wagner in besinnlicher und jagdlicher Atmosphäre, begleitet mit wunderschönen Klängen von den Mühlacker Jagdhornbläsern und den Heimsheimer Parforcehornbläsern. 
 


Text & Bilder: Harun Taktak

Erstellt am 16.11.2019
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